Verantwortlichkeiten (Responsibilities)
Die Pflichten, die logisch aus Handlungsfähigkeit, Selbsteigentum und Verursachung folgen — das Spiegelbild der Rechte. Wo Rechte Grenzen benennen, die andere ohne Zustimmung nicht überschreiten dürfen, benennen Verantwortlichkeiten, wofür ein Akteur einstehen muss: Wirkungen seiner Handlungen, Schaden, den er ohne Zustimmung verursacht, und Bedingungen, die er freiwillig einzuhalten zugestimmt hat. Verantwortlichkeiten haften an Einzelnen durch Verursachung und Vereinbarung, nicht durch Gruppenzugehörigkeit, Status oder Behauptungen der Autorität über Bedarf. Ein Akteur ist verantwortlich für die Handlungen seines Körpers; schuldet Wiedergutmachung für verursachten Schaden; trägt die Folgen freiwillig geschlossener Verträge. Pflichten, die ohne Zustimmung mit Kraft auferlegt werden, sind keine Verantwortlichkeiten, sondern Zwang. Kollektive Verantwortlichkeiten ohne individuelle Verursachung sind ungültig (siehe Kollektivverantwortung). Verantwortung für die eigenen Handlungen zu übernehmen ist das Gegenstück auf der Erklärungsseite zum Beanspruchen von Rechten: derselbe Akteur, dieselbe Logik, dieselbe Goldene Regel.